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Hauenstein-Scheiteltunnel



Im Jahr 1858 wurde der erste grosse Tunnel einer Bahnlinie im Jura eröffnet. Der über 2 Kilometer lange Tunnel zwischen Trimbach und Läufelfingen bildete das schwierigste Bauwerk im Streckennetz der Schweizerischen Centralbahngesellschaft. Die englische Bauunternehmung des grossen Eisenbahnbauers Thomas Brassey hatte den Auftrag für die Errichtung des Tunnels erhalten.
Im Jahr 1857 ereignete sich ein schweres Unglück im Tunnel, als wegen eines offenen Feuers die Auskleidung eines Schachtes in Brand geriet, so dass viel Fels und Schutt in den erst teilweise fertig gestellten Tunnel hinabstürzte und vielen Arbeitern den Weg ins Freie versperrte. Über 60 Personen kamen dabei und bei den gefährlichen Rettungsarbeiten ums Leben. Ein Denkmal im Friedhof von Trimbach erinnert an die Opfer.

Die Gemeinde Trimbach gedachte im Jahr 2007 mit besonderen Veranstaltungen dieses Unglücks.

2008 fanden Feiern zur Erinnerung an die Betriebsaufnahme des Tunnels vom 1. Mai 1858 statt.

 

Hauenstein-Basistunnel



60 Jahre nach dem Scheiteltunnel entstand der 8143 Kilometer lange Basistunnel zwischen Olten und Tecknau. Mit diesem Weg konnte die recht steile und kurvenreiche Bergstrecke von Läufelfingen vermieden werden.

Die zweispurige Bahnstrecke von Basel nach Olten muss den sehr dichten Schienenverkehr auf den wichtigen Nord-Süd-Achsen bewältigen. In Olten vereinen sich die Linien vom Gotthard über Luzern und vom Simplon und dem Lötschbergbasistunnel. Ausserdem verkehren täglich Güterzüge von Basel und den Rheinhäfen beider Basel in das Mittelland.

(Für den Gütertransit verfügen die SBB über eine parallele Zufahrt zur Gotthardlinie, die von Basel durch den Bözberg und über Brugg nach Rotkreuz führt.)

Der Wisenbergtunnel als mögliches Entlastungsbauwerk neben dem Hauensteinbasistunnel ist bis auf Weiteres in der Investitionsplanung der SBB zurückgestellt.

Zug vor dem Hauenstein-Basistunnel